Studium ohne Abitur: Eine Erfolgsgeschichte

Vor rund 15 Jahren wurde in Deutschland die Möglichkeit geschaffen, auch ohne allgemeine Hochschul- oder Fachhochschulreife zu studieren. Seitdem haben etwa 95.000 Menschen diesen alternativen Bildungsweg genutzt und erfolgreich ein Studium abgeschlossen, wie der aktuelle Monitoringbericht des CHE Centrum für Hochschulentwicklung zeigt.

 

Zahl der Studierenden ohne Abitur bleibt hoch

Aktuell sind etwa 70.000 Studierende ohne Abitur an deutschen Hochschulen eingeschrieben. Diese Zahl zeigt, dass das Studium ohne klassische Hochschulzugangsberechtigung längst keine Ausnahme mehr ist, sondern eine etablierte Option darstellt.

Saarland: DHfPG als Spitzenreiter

Auch im Saarland gibt es Hochschulen, die Studierende ohne Abitur aufnehmen. Spitzenreiter in diesem Bereich ist die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG). Laut dem CHE-Monitoringbericht begannen allein an dieser Hochschule 55 Personen ohne (Fach-)Abitur ihr Studium. 

Chance nutzen: Ohne Abitur zum Studium

Ein Bachelor-Studium an der DHfPG ist auch ohne klassische Hochschulzugangsberechtigung möglich. Wer über einen mittleren Bildungsabschluss verfügt und eine qualifizierte Abschlussprüfung in einem anerkannten Ausbildungsberuf mit einer mindestens dreijährigen Regelausbildungszeit nachweisen kann, erfüllt die grundlegenden Voraussetzungen für eine Bewerbung.

Interessierte können sich als "beruflich besonders qualifizierte Person" mit einem tabellarischen Lebenslauf bewerben. Die Bewerbungsfristen enden jeweils am 1. Januar und am 1. Juli. Eine Fachkommission entscheidet über die Zulassung und tagt Anfang Februar sowie Anfang August. Die fachgebundene Studienberechtigung wird erteilt, wenn nach einem Probestudium von in der Regel zwei Semestern eine Eignungsfeststellung erfolgreich abgeschlossen wurde.

 

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